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Städte in Indien
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Städte in Indien DelhiDer erste Eindruck von Delhi ist in der Regel nicht der Beste, vor allem nicht, wenn es gleichzeitig der erste Eindruck von Indien ist. Das Erste, was man wahrnimmt, sind meist die Luftverschmutzung, die Menschenmassen und der Lärm, bevor man wirklich die Stadt an sich auf sich wirken lassen kann. Dennoch ist Delhi einen Aufenthalt wert, da die Geschichte der Stadt faszinierend und allgegenwärtig ist. Die Basare rund um das Gebiet von Paharganj sind eine gelungene Einführung für jeden Rucksacktouristen durch Indien; die Monumente der Hauptstadt sind unter den architektonisch beeindruckendsten, und das Essen ist hervorragend. Delhi ist ein idealer Ausgangspunkt für Reisen durch Nordindien, Agra und das Taj Mahal sowie das lebhafte Jaipur in Rajasthan sind weniger als fünf Stunden entfernt. Auch für Reisen in die Himalayas im Norden oder nach Westen in Richtung Varanasi ist Delhi eine praktische Anlaufstation- also tauchen Sie in diese faszinierende Stadt ein. MumbaiMumbai hat den Charme der Bollywood-Filmindustrie und die Aufregung der Cricketspiele am Wochenende, hier nimmt man einen Snack am Strand von Chowpatty und fährt mit roten Doppeldeckerbussen. Leider ist Mumbai auch die Stadt der heruntergekommenen Rotlichtviertel, der riesigen Slums, der korrupten Politik und der mächtigen Mafiabosse. Die ganze Vielfältigkeit der Stadt lebt zwischen viktorianischem Baustil, Industriestadt und dem Arabischen Meer. GoaDer allgemeine Ruf Goas als Party- und Strandparadies wird den Besonderheiten dieses kleinen Bundesstaates bei Weitem nicht gerecht.Es sind nicht nur die anmutigen portugiesischen Kolonialbauten und die exotischen Strände, die den Urlauber hier in ihren Bann ziehen. Auch die Präsenz der christlichen Kirchen und eine für Indien stark ausgeprägte soziale und politische Progressivität geben dem europäischen Reisenden ein besonderes Gefühl der Vertrautheit. Obwohl mehr als 2/3 der Bevölkerung Goas Hindus sind, sind die Menschen hier weitaus liberaler als in anderen Landesteilen. Die ehemalige portugiesische Enklave an der Westküste Indiens ist seit den 60er Jahren ein Magnet für Urlauber. Viele von ihnen praktizieren immer noch eine ausgeprägte Form des Entspannens, wenn sie nach Goa kommen, doch die klischeehaften Hippies an den Stränden sind inzwischen mehr von einer Mischung aus Rucksacktouristen, indischen Besuchern und Pauschaltouristen ersetzt worden. KalkuttaDer Name der Stadt stammt von Kalikata, eines der drei Dörfer, die Teil der ursprünglichen Siedlung bildeten. Im Laufe ihrer dreihundertjährigen Geschichte ist die Stadt Kalkutta von einem Fischerort zur grössten Stadt Indiens mit über elf Millionen Einwohnern geworden. Bis 1912 war Kalkutta die Hauptstadt Britisch-Indiens, und die grosse Anzahl alter Kolonialbauten liefert bis heute Zeugnis dafür. Das Victoria-Denkmal ist eine der architektonischen Meisterleistungen, sie verbindet westliche und orientalische Baustile. Die Ideee zu diesem Denkmal stammte von Lord Curzon, der ein riesiges Museum aus Marmor errichten liess, um die Geschichte des britischen Kolonialreiches in Indien darzustellen. Das Museum wurde schliesslich im Jahr 1921 eröffnet. Der Legende nach fiel einer der Finger der Frau Shivas nach deren Tod auf die Stelle, an der nun der Kali Tempel steht, und der ein wichtiger Pilgerort ist. In den Morgenstunden werden hier Ziegen geopfert, um die Blutlust der Göttin zu stillen. weitere Attraktionen sind der Botanische Garten, in dem ein 200 Jahre alter Banyanbaum steht, sowie die Howrah Brücke, die als meistbefahrendste Brücke der Welt gilt. Preisgünstige Unterkünfte, Restaurants und Bars findet man am Besten in der Gegend um Chowringhee, südlich der Howrah Brücke. Hier gibt es ausserdem viele Kinos, die alles zeigen von Kunstfilmen aus Kalkutta bis zu den neuesten Filmen aus Hollywood und Bollywood. Kalkutta ist alles andere als ein Einkaufsparadies, doch New Market nördlich der Sudder St. ist ein guter Ort zum Handeln für alles von Kleidung bis zu Haushaltswaren. Generell ist es empfehlenswerter, mit dem Zug nach Kalkutta zu reisen. Doch wer mit dem Bus reisen will, kann den so genannten "Rocket Service" vom Busbahnhof Esplanade nehmen. Züge fahren ab dem Bahnhof Howrah im Westen der Stadt, oder Sealdah auf der anderen Seite des Flusses, von hier aus fahren Züge in Richtung Norden und nach Darjeeling. AgraDas Taj Mahal, das wohl extravaganteste Monument der Liebe, ist schlechthin zu dem Symbol für Reisen nach Indien geworden. Das mogulische Mausoleum wurde von Kaiser Shah Jahan zum Gedenken an seine zweite Frau Mumtaz Mahal erbaut, die bei der Geburt ihres gemeinsamen Kindes im Jahr 1631 gestorben war. Ihr Tod hinterliess den Herrscher in so grosser Verzweiflung, dass sein Haar innerhalb von einer Nacht komplett grau geworden sein soll. Der Bau des Taj Mahals begann noch im selben Jahr und wurde erst 1653 beendet. Auch wenn das Haar des Kaisers gelitten haben soll, blieben seine Augen offensichtlich in guter Verfassung und voller Liebe zum Detail, denn die architektonische Präzision des Taj wird auch nicht bei genauerem Hinsehen geschmälert, sondern wird vielmehr noch fokussierter. Die Marmorsteine wurden in einem Prozess, der pietra dura genannt wird, mit anspruchsvollen Designs aus Edelsteinen verziert. Wenn Sie diese Details besichtigen wollen vergessen Sie nicht, dass das Innere des Tajs freitags für Nicht-Muslime geschlossen ist. Die andere Attraktion der Stadt ist das massive Agra Fort aus rotem Sandstein am Ufer des Flusses Yamuna mit seinen 20 Meter hohen doppelten Mauern, die insgesamt 2.5 km lang sind. Leider sind nicht alle Gebäude im Inneren des Forts für Besucher zugänglich, darunter die Perlenmoschee aus Marmor, die als eine der schönsten Moscheen Indiens gilt. Weitere Zeugnisse der Mogulenkunst sind das Itimad-ud-daulah, dessen Motive beim Design des Taj Mahals Pate standen, sowie das mausoleum von Akbar, das Motive des Islam, des Buddhismus, Hinduismus, Jainismus und des Christentums kombiniert. Agra liegt nur 250 Kilometer von Neu-Delhi entfernt und kann daher auch leicht als Tagesausflug geplant werden. Zu diesem Tourismuszentrum des Landes werden zahlreiche Flug-, Zug- und Busverbindungen angeboten. VaranasiDie "ewige Stadt" ist seit mehr als 2000 Jahren das religiöse Zentrum Indiens und liegt am Ufer des heiligen Ganges. Dem hinduistischen Glauben zufolge verbindet Varanaasi alle Elemente eines Pilgerortes, wer hier sein Leben beendet, egal wie unehrenhaft dieses war, gelangt direkt in den Himmel. Varanasi ist das Zentrum vieler Philosophen und Schriftsteller, was an der Rolle der Stadt in der Entwicklung von Hindi ersichtlich ist- der Sprache, die am ehesten als die indische Nationalsprache bezeichnet werden kann. Varanasi hat mehr als 100 Bade- und Verbrennungsstätten, das heiligste unter ihnen ist das Manikarnika Ghat. Es ist der Hauptverbrennungsort und eine der heiligsten Stätten, an denen ein Hindu verbrannt werden kann. Die Leichen werden von den so genannten Chandals, die ausserhalb des Kastensystems stehen, verbrannt, nachdem sie durch die engen Gassen der Stadt transportiert worden sind. Am Ufer sieht man grosse Berge Feuerholz, die sorgfältig gestapelt und gewogen werden, um den Preis der Bestattung zu ermitteln. Man kann problemlos bei einer Verbrennung zusehen, da dies hier zum normalen Alltagsgeschäft gehört, doch sollte man die Kamera besser im Hotel lassen.. Der beste Ort, um dem treiben am Fluss zuzusehen ist am Dasaswamedh Ghat, wo eine grosse Anzahl von Menschen zusammenkommt, um zu Baden, Yoga zu machen, den Göttern die Ehre zu erweisen, Brot zu kaufen, sich massieren oder rasieren zu lassen, Cricket zu spielen oder ihr Karma zu verbessern, indme sie einem Bettler etwas Geld geben. Es ist auch der beste Ort, um einen Bootstrip auf dem Ganges auszuhandeln, da die Konkurrenz der Bootsleute hier am Grössten ist. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Goldene Tempel, der in einem Viereck mit eleganten Türmen erbaut wurde. Die Märkte der Stadt sind für ihre lackierten Spielzeuge, ihre Schals, Seidenstoffe und Sitars bekannt (der grosse indische Musiker und Sitarspieler Ravi Shankar lebt hier), und auch ein Besuch des buddhisten Zentrums Sarnath lohnt sich. Varanasi befindet sich im touristischen Drehkreuz Nordindiens und ist etwa 580km östlich von Agra und 780km südöstlich von Delhi gelegen und kann gut mit dem Flugzeug, Bus oder Zug erreicht werden. { Next Page } |
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