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Städte in Indien
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Städte in IndienShimlaDie "Sommerhauptstadt" Britisch-Indies liegt auf einer Höhe von 2100 m im Süden Himachal Pradeshs. Vor der indischen Unabhängigkeit war Shimla der bedeutendste Ausflugsort in den Bergen, und das soziale Leben in den Sommermonaten, wenn die Briten vor der Hitze in den Ebenen hierher flohen, war legendär: Tanzbälle, Bridge-Spiele und Paraden waren begleitet von den üblichen Romanzen und Intrigen der Kolonialherren. Heute sind es anstelle der Offiziere und Bürokraten der britischen Raj-Periode Touristen aus aller Welt die nach Shimla kommen, doch das britische erbe der Stadt ist weiter spürbar. An der berühmten Hauptstrasse "the Mall" entlange reihen sich englische Kolonialbauten, die Christ Church, das Gorton Castle und die ehemalige Residenz des Vizekönigs verstärken den englischen Charakter Shimlas. Neben diesen Sehenswürdigkeiten ist ein Ausflug in die kleinen Strassen mit ihren bunten Basaren und Jakhu Temple, der dem Affengott Hanuman gewidmet ist und sich an einem der höchsten Punkte der Stadt mit einer sehr guten Aussicht befindet. Weitere empfehlenswerte Aussichtspunkte sind sind die Chadwick Falls, der Prospect Hill und die Wildflower Hall. Nur 15 km östlich von Shimla befindet sich der Skiort Kufri. In den letzten Jahren ist der Schneefall allerdings so stark zurückgegangen, dass überlegt wird, den Skitourismus einzustellen. Wenn Schnee fällt, sind die Loipen für Anfänger geeignet, sowie jeden, der eine Schneehose und eine grosse Plastiktüte dabei hat. Die besten Chancen auf Schneefall hat man in den Monaten Januar und Februar. Shimla besitzt keine besonders guten Flugverbindungen zu anderen Reisezielen im Himalaya, doch es gibt einige Reiseveranstalter, die Verbindungen anbieten, ausserdem gibt es eine Reihe von Zug- und Busverbindungen.Drei Arten von Bussen verbinden Shimla sogut wie täglich mit Delhi, öffentliche, private sowie die der Himachal Pradesh Tourist Development Company (HPTDC). Shimlas so genannter Spielzeugzug verbindet die Stadt mit Kalka im Norden, von dort aus kann man mit dem recht bequemen Zug "New Delhi Queen" nach New Delhi fahren. JaipurDie Hauptstadt des Bundesstaates Rajasthan ist wegen seiner in ocker-pinkfarben getünchten Häuser und Mauern der Altstadt auch als "Pink City" bekannt. Die Rajputen assoziierten die Farbe Pink mit Gastfreundlichkeit und strichen die Stadt daher für den Besuch des britischen Prinzen Alberts im Jahr 1853 in dieser Farbe an. Die Stadt hat sich diese Tradition und seine entspannte Gastfreundlichkeit bis heute beibehalten. Jaipur ist nach ihrem Gründer, dem grossen Kriegsherren und Astronomen Maharadscha Jai Singh II (1699-1744) benannt, der die schwindende Macht der Mogulen nutzte, und seine Festung in den Hügeln von Amber im jahr 1727 in diese Ebene verlegte. Er war es, der mit Hilfe des Shilpa-Shastra, der alten hinduistischen Architekturregeln, die Stadtmauern mit seiner sechseckigen Struktur anlegte. Heute ist Jaipur von breiten Alleen und einer bemerkenswert harmonischen Architektur geprägt, und befindet sich in einem trockengelegten Seebett, umgeben von einer sanften Hügellandschaft. Die Stadt ist äusserst farbenfroh und erstrahlt abends in einem zauberhaten warmen Licht. Mittlerweile hat Jaipur etwa 1.5 Millionen Einwohner, doch die meisten der touristischen Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Altstadt. Alle sieben Tore zur Altstadt sind auch heute zugänglich und eines von ihnen, das Sanganeri Gate, führt direkt zum Johari Bazaar, dem berühmten Schmuckmarkt. Das beeindruckendste Monument der Stadt ist der Palast der Winde, das so genannte Hawa Mahal. Der Palast wurde im Jahr 1799 erbaut, um den hunderten Frauen am Hofe des Maharadschas den Blick auf das Treiben auf den Strassen zu ermöglichen. Das Hawa Mahal ist Teilddes Stadtpalastes, der das Herzstück der Altstadt bildet. Zahlreiche internationale Fluglinien haben Büros in Jaipur Towers, das Buchen von Inlandsflügen ist am Einfachsten über einen Reiseveranstalter. Es gibt tägliche Flugverbindungen nach Delhi und Mumbai via Jodhpur, Udaipur und Aurangabad. Das Rajasthan State Transport System verbindet alle grösseren Städte Rajasthans, darüber hinaus gibt es private Busunternehmen, die Deluxe-Busse anbieten. Die meisten Orte kann man auch mit dem Zug erreichen. UdaipurDie romantischste Stadt Rajasthans liegt am Picholasee, und trägt den Beinamen "Venedig des Ostens". Die Stadt wurde im Jahr 1568 vom Mararadscha Udai Singh erbaut und ist eine harmonische Mischung aus weissgetünchten Gebäuden, Marmorpalästen, Gartenanlagen am Seeufer, Tempeln und Havelis, den traditionellen Kaufmannsvillen. Udaipur sprüht vor künstlerischem Reichtum und hat eine stolze Kunsthandwerkstradition. Der Pichola See bildet das Herz der Stadt mit seinen zwei Seepalästen, Jagniwas und Jagmandir. Das Jagniwas ist zu einem Luxushotel umgestaltet worden. Der riesige Stadtpalast mit seinen hohen Türmen, Balkonen und Kuppeln befindet sich am Fusse des Sees und beherbergt ein Museum und weitläufige Gartenanlagen. Weitere Attraktionen in Udaipur sind die Tore zur Altstadt und ihren kleinen Gassen, der indo-arische Jagdish Tempel aus der Mitte des 17. Jahrhunderts sowie die Bagore ki Haveli am Seeufer, ein ehemaliges Gästehaus der Maharadschas, das heute ein Kulturzentrum ist. Abgesehen von allen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen die Udaipur zu bieten hat, ist das beste Erlebnis, auf der Dachterrasse eines der Gasthäuser am Seeufer zu sitzen und von dort aus das bunte Treiben zu beobachten. Udaipur ist mit dem öffentlichen Busnetz gut mit anderen regionalen Zentren in Rajasthan, sowi mit Delhi und Ahmedabad verbunden. Um zu lange Fahrtzeiten zu vermeiden, soolte man sich für die so genannten Expressbusse entscheiden. Um die Gegend um Udaipur zu erkunden, kannman ein taxi mieten, doch sollten Verhandlungfähigkeiten vorher etwas geübt werden, um den Preis zu drücken, den die Fahrer im Allgemeinen viel zu hoch ansetzen. MysoreDiese charmante und entspannte Stadt ist seit Langem wegen seiner überschaubaren Grösse und eines angenehmen Klimas bei Reisenden beliebt. Mysore ist für seine Seidestoffe und seine Räucherstäbchenherstellung bekannt. Bis zur indischen Unabhängigkeit war die Stadt der Sitz der Maharadschas des Fürstentums von Mysore, das etwa ein Drittel des heutigen Bundesstaates Karnataka umfasste. Der Palast des Maharadschas im indo-sarazenischen Stil mit bunten Glasarbeiten, Spiegeln, geschnitzten Mahagonidecken und massiven Silbertüren ist die Hauptattraktion der Stadt. Der Devaraja Obst- und Gemüsemarkt im Herzen der Stadt ist einer der Buntesten in ganz Indien. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Chamundi Hügel, auf dem sich der riesige Chamundeswari Tempel befindet. Der Weg zum Tempel wird von einer fünf Meter hohen Steinstatue von Nandi, dem Bullen des Gottes Shiva, bewacht. Während des zehntägigen Dussehra Festivals Anfang Oktober findet hier eine spektatuläre Prozession mit festlich geschmückten Elefanten zu Ehren der Götter statt. Da es keine Flugverbindungen nach Mysore gibt, erreicht man die Stadt am Besten mit dem Bus oder dem Zug. Von Bangalore aus fährt alle 15 Minuten ein Bus nach Mysore ab, ausserdem gibt es weitere Anbindungen zum Beispiel vom Bandipur Nationalpark aus. Zahlreiche private Busunternehmen bieten Verbindungen zu den weiter entfernten Orten Mumbai, Goa, Chennai und Hyderabad an. Vom Bahnhof in Mysore aus gibt es täglich vier Expresszüge nach Bangalore, sowie den klimatisierten Deluxe-Zug "Shatabdi Express", der täglich ausser dienstags um 14:10 Uhr bis nach Chennai verkehrt.. Kochi (Cochin)Die Hafenstadt Kochi liegt inmitten einer Gruppe von Inseln und Halbinseln. Die Altstadt bietet eine ungewöhnliche Mischung aus mittelalterlichen portugiesischen, holländischen und englischen Baustilen an der tropischen Malabarenküste. In Ufernähe befindet sich die Kirche von St. Francis, der ältesten Kirche Indiens; ein 450 Jahre alter portugiesischer Palast, chinesische Fischernetze entlang der Festungsanlage sowie eine Synagoge aus dem 16. Jahrhundert. Die verschiedenen Stadtteile sind durch Fähren miteinander verbunden, und im Hafen lassen sich oft Delfine bewundern. Presiwerte Unterkünfte findet man am Besten im Ernakulam-Viertel auf dem Festland. Indian Airlines bietet tägliche Flugverbindungen nach Bangalore, Mumbai, Delhi, Goa und Chennai an. Wem das zu teuer ist, der kann sich auf gute staatliche und private Busnetze verlassen, Reservierungen sind jedoch nicht möglich. Alternativ dazu verkehren vom Bahnhof von Kochi aus täglich Züge zu den grösseren Orten an der Küste entlang. |
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